PRAXISTEST TESLA MODEL X P100D

Unterwegs mit dem TESLA Model P100D

IMG_5921Lange haben wir uns dagegen gewehrt, lange waren wir Benzin- oder seit einigen Jahren auch Diesel“fans“..

Aufgrund der Vorzüge in Bezug auf Reichweite, auf das Angebot als Solches am Markt, insbesondere als Patchworkfamilie kam niemals ein Elektroauto in Frage. Früh lernte ich den Umgang mit dem Motorsport, insbesondere dem RallyCross, einer von Benzinbrüdern sagenumschriebenen Szene. Als Lehrling im Automobilzubehör lag es mir fern, nicht von Automobilen mit – „je mehr PS, desto besser Einflüssen“ zu träumen. Und war doch schon immer eigentlich der 911er oder ein rassischer Ferrari das Erstrebenswerteste überhaupt.

Ungefähr 28 Jahre später liegen die Ansichten nun anders, ich traue mich gar zu schreiben: ganz ganz anders. Durch vermehrtes Aufkommen von Themen auf vielen Onlineseiten sowie dem Kosum derer, der immens starken und berechtigten Zunahme von Social Media Einflüssen sowie dem Zutun als Online Marketing Player in einem Unternehmen, welches sich bewusst Heizungslösungen mit regenerativen Energien zuwendet, war auf einmal mein interesse geweckt. Es war derart sensibilisiert, dass ich mich ab dem Jahre 2016 sehr intensiv mit der Thematik Elektromobilität insgesamt beschäftigte.

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Was unternimmt man, um Erfahrungen zu sammeln? Man verfolgt die „pro“ und „kontra“ der jeweiligen „Lager“ und bildet sich seine eigene Meinung. Wird die Elektromobilität manchmal gar von der heutigen Benzinbrüderwelt schlichtweg auch manchmal als „ich fahre meinen Audi 3 Liter Diesel solange ich will und lasse mir da nicht reinreden“ (Zitatende) bis hin zu „Elektroautos sind schwul“ (Originalzitat Ende) abgetan? Ja, das wird sie. Zu Unrecht. Mir persönlich ist ein Aspekt sehr wichtig: ein Umdenken in Bezug auf Abhängigkeiten, auf politische Einflussnahmen und dem Weiterdenken als nur einige wenige Jahre.  Mir ist es mit 47 Jahren mittlerweile wirklich egal, wer den schnellsten Start an einer Ampel hat, wer auf der Autobahn seine 280 Kilometer pro Stunde schafft oder wer die schönsten Schauplätze in einem Supersportwagen mit einem Mittelmotor auf den Rücksitzplatzen innehat. Mir waren eher Dinge wie Raum und Platz für bis zu 7 Personen wichtig. Daher waren die zu erhaschenden und zu kommentieren „Lustobjekte“ eher auf dem VAN- Markt zu suchen und zu finden. Zieht man seinen eigenen Strich und bei uns waren es die monetären Mittel, wird die Wahl weiter verengt und Modelle aus den Ligen wie Volkswagen T5, T6 wurden gestrichen. Wir hielten uns am Gebrauchtwagenmarkt der Fiat Ulysses, der Peugeot 807 sowie der Citroens C8 auf. Insbesondere der Umstand der Schiebetüren auf beiden Seiten war ein wichtiges Kriterium.

Wo also sollte in dieser Nische auch nur annähernd ein Elektroauto auffindbar sein?

Gab es so etwas überhaupt auch nur ansatzweise? Kann man überhaupt mehr als 150 Kilometer ohne Aufladen fahren und wo bringe ich meine ganze Familie samt Gepäck in jenes Auto.., wie gesagt: es sollte ein umweltbewusstes Elektromobil außerhalb etwaiger Benziner oder Hybrid generell (Verbrauch und monetärer Einsatz steht in keiner Weise dem gewünschten Nutzen gegenüber) und den Dieseln, mittlerweile als Drecksschleudern entlarvt, sein.

Und ja, ich fasse mich kurz: es gibt ihn, es gibt das Auto, was meine Überzeugung zum Umdenken – und zwar in etwaiger Hinsicht – auf den Kopf gestellt hat: der Tesla Model X.

Haben wir vor der Probefahrt noch ein wenig gelächelt über die Ankündigungen, über die Größen- und Beschleunigungszahlen.., lächelten wir nachher ..um ein Vielfaches mehr.

Hatten wir zudem das Glück, den stärksten zu bekommen, nämlich den Tesla Model X P100D mit 700 PS (sic), kam die sprichwörtliche Sprachlosigkeit beim Fahren direkt an und in uns.

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An jeder Ampel stehend, weiss man: egal, wer, egal was und egal, wo.., es reicht immer. Jeder Verbrenner mit seinem noch so potenten Motor würde alt aussehen. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich viele männliche Fahrer einen großen Auspuff oder vielleicht sogar nur eine große Blende montieren lassen. Warum in aller Welt macht man das heute noch?

Sitzt man im Tesla X P100D und schaut sich den Bildschirm genauer an, erkennt man den Button: „Beschleunigung“. Auf der Stufe „von Sinnen“ – ja, genau: da klingelt es doch bei einigen^^ – macht der Wagen einen derartigen Ruck nach vorne, dass dem Beifahrer fast der Nacken zerreist. In all meinen Flugerlebnissen – selbst beim Schnellstart einer Bundeswehrmaschine Airbus 321 – wurde ich nicht einmal annähernd so in den Sitz gedrückt. Es ist schlichtweg purer Wahnsinn – so richtig von Sinnen eben.

Natürlich habe ich diese Versuche ausschließlich zum Erkennen der Fahrleistung und dem Erleben derselbigen unternommen. Insgesamt nur drei Mal.

Die Blicke mancher Fahrer von recht potentehn SUV oder Sportlimousinen waren es mir sehr wert – ich gestehe.

Um insgesamt jedoch nicht weiter abzuschweifen und dem Sinn der ganzen Website hier Folge leisten zu dürfen: bis auf den unglaublich hohen Preis von ca. € 150.000,– ist an diesem Auto – zumindest aus Sicht einer großen Familie – vieles, wenn nicht gar alles perfekt.

Stauraum ohne Ende, notfalls auch vorne und eine Ruhe beim Fahren, welche seinergleichen suchen mag. Aber sicher nicht finden wird.

Wenn also die Skepsis vorwiegt und der Verlust von „ich mag das Motorengeräusch“ vorwiegen oder die Aussagen wie „ich brauche Reichweiten“ bis hin zu „ich kenne Elektrofahrzeuge, bin schon einmal im ZOE mitgefahren“ ein gewohntes Situationsbild darbieten: ich darf allen Skeptikern zum Trotz eines vorweg nicht unerwähnt lassen: wer diesen Stromer einmal fahren darf, mag keine anderen Autos mehr – egal, was derzeit im Alltag gefahren wird.

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