PRAXISTEST BMW i3 REx

Der i3 mit wirklich großartiger Performance – in jeder Hinsicht

BMW i3
BMW i3

Beim ersten Betrachten des BMW i3 bemerkt man sofort seine extravagante Optik. Dieses völlig dem normalen Durchschnittswagen nicht entsprechende Design zeugt von einer ganz besonderen Eigenart. Selten hat ein Fahrzeug äußerlich die Gemüter derart gespalten. Ich darf bereits jetzt schon anmerken, dass es wirklich gut tat, den i3 dem Praxistest zu unterziehen. Warum? Weil es wirklich einige wunderbare Überraschungen gab. Diese werden später in den Bereichen Innenraum, Fahrdynamik und Alltagstauglichkeit näher ausgeführt.

Wie fährt sich also nun dieser BMW i3, in diesem Falle mit einem zusätzlichen Hilfsmotor – dem sogenanntenRange Extender – ausgestattet? Ist der BMW i3 alltagstauglich und zu welchem Preis? Und fährt er so behäbig, wie mich dies einige Menschen während der gesamten Testzeit an der Ladestation immer wieder fragten oder hat er doch die eine oder andere positive Überraschung zu bieten?

Ich kann bereits jetzt schreiben: es wurde viel Unerwartetes er“fahren“ – in jeder Hinsicht!

Motor / Getriebe

BMW verspricht für den i3 eine Reichweite von 170 – 240 Kilometer. Mit dem beim Testfahrzeug enthaltenen optionalem Range Extender REx (2-Zylinder-Benziner mit 9 Liter Tank) kommen weitere 110 – 150 Kilometer zutage. Dieser Zusatzmotor kann als Notlösung einen komplett leergefahrener Akku wieder aufladen.

BMW i3
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Nach dem Starten des Fahrzeuges per Start/ Stop Schalter wird der Hebel rechts vom Lenkrad auf „D“ wie „Drive“  gedreht und schon kann es losgehen. 170 muntere und wirklich beeindruckende Pferdestärken machen aus demBMW i3 einen rasanten Helden im urbanen Bereich. Starts an Ampeln erweisen sich rasch als beliebtes Zwischenspiel. So sehr seine äußerlich optische Zurückhaltung bezüglich spontaner Impulsität manchem Betrachter einen biederen Kleinwagen suggeriert, wird man als Insasse im BMW i3 zum absoluten Fan des Fahrzeugs. Entweder ist er schlichtweg schneller als er Durchschnittswagen oder der Startimpuls kommt so unerwartet, dass selbst vor Kraft protzende und lautstarke Harleys kaum eine Spurtchance haben. So war es mehrfach ein Leichtes, weitaus potenteren Fahrzeugen in souverän dynamischer Art davonzueilen. Als Stadtauto vorrangig für den urbanen Verkehr entwickelt, zeigte der i3 somit seine Stärke sprichwörtlich. Unten seht ihr den Testfahrer Thomas Kohler, der als BMW 318 D Fahrer sehr angetan war von der Durchzugskraft des Elektromotors. An Ampeln entnervte dies unentwegt andere Lenker mit weitaus potenter wirkenden Fahrzeugen – aber es beinhaltet sichtlich einen sehr großen Spaßfaktor. Für den Nebenmann im BMW mit Dieselaggregat bleibt nur ein lachendes und ein weinendes Auge über.

BMW i3
BMW i3

Der unerwartet starke Elektromotor mit 170 Pferdestärken lässt den i3 nach ca. 7 Sekunden die 100 Kilometer pro Stunde Marke erreichen. Diese Werte entsprechen ungefähr den Traumangaben einer sehr bekannten Klientel, welche sich alljährlich am Wörthersee trifft.

BMW i3
BMW i3

Fahrdynamik & Fahrkomfort

Das Fahren des BMW i3 insgesamt gestaltet sich leicht, gar sehr leicht. Selbst Kinder und Jugendliche würden den i3 ohne Probleme fahren können, sofern sie es denn dürften. Das Karbon – Monocoque lässt sich aufgrund der insgesamt als Perfekt abgestimmte High- Tech Konstruktion kinderleicht vor- als auch rückwärts bewegen. Mehr ist auch nicht an Kenntnis zum Fahren des i3 notwendig. Und dies ohne auch nur einen Verbrennungston von sich geben zu müssen.

Das Wenden des i3 zeigte uns, wie klein ein Wendekreis sein kann und lässt uns heute noch an unseren Alltagsfahrzeugen zweifeln.

Im direkten Vergleich mit ähnlichen Antriebsarten scheint der i3 ein wahres Kraftwunder zu sein. So stellten Steigungen trotz vier Personen plus vollem Kofferaum keinerlei Hürden für den i3 dar.

Die Passagiere sitzen in einem Carbon-Monocoque, die Karosserieteile bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Vorne und hinten werden Alu-Konstruktionen angeschraubt, welche das Fahrwerk aufnehmen. Dank all dieser Maßnahmen beträgt das Eigengewicht erstaunlich niedrige 1195 Kilo. Wir sollten allerdings zudem nicht in Vergessenheit geraten lassen, dass mächtige Lithium-Ionen-Akkus mit knapp 19 Kilowattstunden unter dem Wagenboden platziert sind.

Hervorragend sind das Ansprechverhalten und die Leistungsabgabe des Elektromotors: Da haben die Bayern zu Recht lange getüftelt. Die Rekuperation – also das Rückgewinnen von Energie beim Rollen und Bremsen – lässt sich übrigens sensibel über das Werken am Gaspedal steuern und wird vom Fahrer als angenehm und vor Allem sofort begreifbar befunden. Geht man abrupt vom Gas, dann verzögert das Auto so stark, dass sogar die Bremsleuchten aktiviert werden; geht man sanfter vom Pedal, dann kann man „segeln“ – also ohne bösen Fußabdruck ausrollen.

Bequemlichkeit

BMW i3
BMW i3

Nimmt man einmal Platz auf einem der beiden vorderen Sitze, verschlägt es dem Betrachter die Sprache – und zwar positiv. Der i3gewährt gleich von Beginn an ein phänomenales Raumgefühl. Eine ungewohnte Offenheit umgibt die Personen, detailliert mit wirklich tollen Accessoires der Natur: Leder, schönem offenporigen Eukalyptusholz aus nachhaltigem Anbau und gepresste Schilfgrasfasern. Kein Tunnel zwischen den Vorsitzen suggerieren großräumiges Vanfahrgefühl.

BMW i3
BMW i3

Für die Passagiere im Font öffnen sich gegenläufige Türblätter ohne eine B- Säule – dadurch summiert sich der positive Eindruck von Größe. Jedoch sind dies Türen nur zu öffnen, wenn vorher die vorderen Türen geöffnet wurden.

Als Viersitzer ist der i3 das perfekte Stadtauto – Zwei große Kindersitze gingen sich testweise wunderbar aus. Selbstredend hat der i3 sämtliche modernen Rückhaltsysteme wie ISOFIX.

BMW i3
BMW i3

Der BMW i3 fährt – zusammengefasst – viel solider als der erste Anschein jemals vermitteln mag. Der Wagen funktioniert agil, wirkt steif und sicher. Man sitzt aufgrund der Einbaulage der Batterie leicht erhöht und vergisst räumlich den Stadtflitzer.

Die beiden Einzelsitze im Fond sind für Erwachsene komfortabel genug – die Beinfreiheit sowie die Sitzhöhe für Menschen bis 1,90 Meter Körpergröße sind groß genug dimensioniert. Lediglich der Kofferraum könnte etwas größer dimensioniert werden. Dieser ist allerdings – wenn wir ehrlich zu uns sind – bei allen Fahrzeugen zu klein. Insbesondere in der Ferienzeit. Unter der vorderen Haube befindet sich ein zweiter kleiner Stauraum, der allerdings von den eventuell mitgeführten Ladekabeln okkupiert wird. Nach dem persönlichen Erlebenm des tollen Sitzkomforts, der erstaunlich großen Fußfreiheit, der großräumigen Übersicht mit einem ultramodernen Cockpit inkl. zwei Tabletähnlichen Monitoren kann ich mir derzeit irgendwie nicht vorstellen,  weiterhin ein konventionelles Auto zu fahren. Dass ich zudem aus meinem Freundeskreis einige Zweifler umstimmen konnte, zeigt mir, dass wir mit unserem Projekt www.e-motion.live wirklich auf einem sehr guten Weg sind. Den BMW i3 muss man schlichtweg „begreifen“ und selbst „erleben“ – da hilft wenig Poesie.

Umwelt / Reichweite / Kosten

Kein Benzin, kein Diesel, kein Altöl, kein Keilriemen, kein Auspuff, nichts schmutzt, nichts stinkt, nichts lärmt. Die zukünftige Mobilität ist leise, sauber, nachhaltig und cool. Der Basispreis des i3 liegt bei 34.950 Euro.

Der i3 ist längst nicht perfekt. Seine Achillesferse – wie bei jedem Elektroauto – bleibt der Akku. Im Carbon-BMW stecken Hunderte von Lithium-Ionen-Zellen mit einer Gesamtkapazität von 22 kWh. Genutzt werden davon 18,8 kWh. Das soll verhindern, dass man die Batterie ganz leer fährt. Sonst würden die Zellen leiden. BMW verspricht unter Alltagsbedingungen eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometern, im Fahrmodus EcoPro weitere 20 und mit EcoPro+ (reduzierte Leistung, maximales Tempo 90 km/h) nochmals 20 Kilometer.

Günstiger als mit dem i3 lässt sich individuelle Mobilität kaum umsetzen – weder in dieserKalsse noch mit einem vergleichbaren 170-PS-Auto. Und es ist vollkommen irrelevant, ob es sich dabei dann um einen Diesel, einen Benziner oder ein erdgasbetriebenes Fahrzeug handelt.

BMW i3
BMW i3

Weil der Elektroantrieb nach bisherigen Erkenntnissen fast verschleißfrei agiert, entfallen etwaige Werkstatt- sowie Service-Kosten – diese gehen fast gen null Euro. Dass jede Frau sich wohl fühlen muss, nimmer an einer dreckigen Tankstelle zu stehen, vermag das Lohnen des Umstiegs auf Elektromobilität generell das noch mehr verdeutlichen. Bremsen werden weitaus weniger verschlissen als bei konventionellen Antrieben: durch die wundersame und perfekt funktionierende Rekuperation werden diese fast kaum benötigt. Jede Verzögerungsenergie wandelt sich direkt in Strom um.

Laut Herrn Wares – BMW Wien – fährt der i3

„eine komplette Akkuladung des i3 ist vergleichbar mit den Stromkosten einer Wäschetrocknerladung“

– wenn das kein weiteres Argument ist?

Der i3 ist an jeder normalen und handelsüblichen Haussteckdose aufladbar. Dies dauert ca. 6 – 8 Stunden. Für den Hausgebrauch empfiehlt BMW wie alle anderen Elektro-Hersteller die Montage einer sogenanten Wallbox. Deren Basisversion von BMW kostet 888 Euro (ohne Montage), senkt aber die Ladezeit auf rund fünf Stunden. Selbstredend kann der BMW i3 an jeder Schnellladestation geladen werden.

FAZIT

Beim Fahren mit dem BMW i3 genießt man die Exklusivität. Sozusagen die pure Freude am Fahren. Man wird interessiert angeschaut und während der Ladevorgänge sogar aktiv angesprochen. Auf dem unteren Bild Herr Benjamin F., welcher während eines Ladevorgangs starkes Inetresse am BMW i3 bekundetet und seine Erwähnung sowie fotografische Darstellung positiv bejahte.

Benjamin F.
Benjamin F.

Insgesamt fährt es sich sehr viel reizvoller als mit herkömmlichen und ausgedienten Antriebsmodellen – mit Strom gegen den Strom. Jeder andere BMW wäre langweiliger, von den monetären Belangen ganz abzusehen. Die wirklich positive beeinflussende Ruhe beim Fahren wirkt sofort auf den Fahrer ein.

Die Ingenieure haben beim Entwerfen des i3 ganz großes Format hinsichtlich des Mutes zu außergewöhnlichen Ideen bewiesen. Der i3 ist das aus der Masse herausragende Ergebnis einer wahrhaftig in allen Details durchdachten und komplett nachhaltig behafteten Idee zu moderner Mobilität. Dafür allein gehört diesem Auto ein ganz besonderes Augenmerk.

Keiner der bis dato in Besitz befindlichen Kompaktwagen hat mir jemals mehr Fahrspaß bereiten können. Die lautlose und souveräne Beschleunigung ist der wahre versteckte Genuss. Aufgrund seiner unberechenbaren Sprintqualitäten kommt mir heute noch minutenlanges Lächeln ins Gesicht.

Wir freuen uns bereite heute schon auf den gestern weltweit vorgestellten Nachfolger.

Mankos

Abgesehen von einem recht kleinen Kofferraum hat sich der i3 als vollkommen alltagstauglich beweisen können. Fassen wir sämtliche Belange zusammen, wissen uns in einem dem Alltag völlig ausreichendem und motorisch sehr starken Fahrzeug mit Platz für vier Personen.

 

Technische Daten BMW i3mit Range Extender:

Elektromotor mit 125 KW (170 PS; max. Drehmoment: 250 Nm; Batterie 18,8 kWh; Zweizylinder mit 647 cm³, Leistung 25 KW (34 PS)mit max. Drehmoment von 55 Nm bei 4.300 Umdreh. / Min. ; Hinterradantrieb; Einstufenautomatik; Benzintank mit 9 l Inhalt; Kofferraum 260 – 1100 l Volumen; Max. Geschwindigkeit: 150 Kilometer pro Stunde; Preis des Testwagens ca. EUR 47.0000,–

Das Fahrzeug wurde bereitgestellt von BMW Wien

Weitere Bilder werden auf Anfrage sehr gerne per mail versendet – hier ein kleiner Auszug:

  • www.e-motion.live Praxisttest BMW i3
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