PRAXISTEST TESLA P 85 D+

MY Tesla-Experience

Mein erstes Mal mit einem Tesla liegt schon über 2 Jahre zurück. Durch einen Freund konnte ich einem der Teslataxis mit Lifeballbeklebung fahren. Es kam recht überraschend. Ein Anruf:

„Nimm deinen Führerschein mit und komm runter“

Familie Friedhuber
Familie Friedhuber

Mein erster Eindruck von aussen: Schön groß, wie ich es bei Autos mag. Klein, knuffig und wieselflink geht für mich gar nicht. Ein Auto fängt bei mir erst bei 4,9m an, ein vollwertiges KFZ zu sein. Die Türgriffe, die sich bei Annäherung ausfahren, sind schon ein echter Hingucker.

Im Innenraum viel mir natürlich der riesige Bildschirm als Erstes auf. Da ich in der Herstellung und Entwicklung von Interieur der Premiumklasse gearbeitet habe, konnte ich nicht umhin, mir den wertigen Innenraum genau anzusehen. Ja, da stimmte alles. Eindeutig Oberklasse. Vielleicht nicht mit den Details, mit denen ein Audi A8 oder Phaeton daherkommt, aber für ein Auto aus Amerika? Donnerwetter! Um fair zu bleiben, muss ich sagen dass die US-Autobauer in dieser Disziplin haben sehr viel gut gemacht in den letzten Jahren.

Sehr ungewohnt ist, dass es kein Zündung an und Motor starten gibt. Es geht gleich los. Geräuschlos. Wow! Ich war noch nie ein Fan der automobilen Lärmerzeugung. Schon als Jugendlicher waren für mich Remus und andere Geräuschverstärker ein Nogo.  Understatement fand ich viel cooler. Ich wollte nie die ganze Nachbarschaft wissen lassen, wann ich wegfahre oder heimkomme.

Gemütlich, schön vorsichtig, weil noch nicht vertraut, lenke ich das Model S aus der Garage. Die ersten paar 100 m auf gerade Strecke und das Strompedal wird Richtung Boden gedrückt. Ein Tritt ins Kreuz! Ein lautloser und unbeschwerterTritt. Kein Röhren aus dem Auspuff, kein Aufheulen aus dem Motorraum. Ich war infiziert.

Dann weiter auf die Triesterstrasse, stadtauswärts, Höhe Ketzergasse. Ein Auto vor mir an der roten Ampel. Ich setze den Blinker links und drücke auf das Pedal. Beim Tierschutzhaus zeigt der Tacho 150! Ups! Schnell wieder runter mit dem Tempo, bloß keinen Führerscheinentzug riskieren! Die Fahrt hat sich in meinem Bewusstsein eingebrannt.

Als braver Vater schwärme ich vor meinen Kindern über die  Fahrt. Sie wollen natürlich auch mal mitfahren und wir haben bei Tesla in eine Probefahrt vereinbart. Mein Sohn fragt ungläubig, ob der Wagen (S70D) auch schnell fahren kann. Ich gebe die Antwort in Form eines gewaltigen Beschleunigungsschubs. 4 große Kinderaugen und 2 offene Münder in der 2. Reihe.

Tesla P 85 D +
Tesla P 85 D +

Da das Wetter eher bescheiden war und der Freitag-Nachmittagsverkehr eingesetzt hat, konnte ich  die Alltagstauglichkeit ganz gut ausprobieren. Man kann den Tesla auch ganz gemütlich, ohne jede Hektik durch den Verkehr pilotieren.

Unser Stammcampingplatz in Jesolo bietet seit heuer die „Teslaexperience“ an. Entweder eine Probefahrt mit Fahrer oder den Wagen mieten. Wir leihen uns also einen P85D+ für 3 Stunden. Der Direttore persönlich schreibt den Mietvertrag. Ja, ein Tesla ist etwas Besonderes. Ungläubige Blicke als ich eine Einweisung ablehne. Nichts wie los!

Vollgeladen und ganz in weiß steht er da. Und wieder keine Zündung, kein Starten des Motors. Eine ungewohnte Wohltat.

Bei S. Dona Noventa geht es auf die Autobahn. Ein bundedeutscher MX6 mit 575 PS möchte auf der Auffahrtskurve genau wissen, was bei uns im Kofferraum liegt. Der Beschleunigungsstreifen fängt gerade erst an und rufe die volle Leistung ab. Der BMW wird ganz schnell ganz klein im Rückspiegel und braucht doch einige Zeit um wieder aufzuschließen. Am Rückweg wird noch ein kurzer Fotostop eingelegt.

Stefan Friedhuber
Stefan Friedhuber

Dieser Praxistest wurde von unserem Gastautor Stefan Friedhuber und seiner Familie durchgeführt.

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