WER WIRD DIE ZUKUNFT ENTSCHEIDEN?

Ständige Rufe und Fragen nach neuen Antrieben, nach neuer Technologie und nach Optimierungsmöglichkeiten der aktuellen Dieseltechnik. Die Antworten wird nicht der deutsche Hersteller geben!

Wer macht das Rennen? Der „saubere“ Diesel, der moderne Verbrennungsmotor mit synthetischen Kraftstoffen, die Brennstoffzelle, der Plug-In Hybrid, Flüssig- oder Erdgas? Oder eben doch das vieldiskutierte batteriebetriebene Elektroauto? Laut den „Meinungsmachern“ aus Wirtschaft und Presse werde das nicht vom Staat vorgegeben werden dürfen, sondern allein der Markt würde das regeln.

Update: China will Verbrennungsmotoren abschaffen

Das größte Autoland steigt um. Die chinesische Regierung will keine Autos mehr, die mit fossilen Treibstoffen fahren. Ein Datum für den Umstieg auf reine Elektromobile steht bis dato noch nicht fest.

Einige Länder hätten bereits einen Zeitrahmen, wann dort keine Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb mehr gebaut und verkauft werden dürften, sagte Xin. In China erarbeite das Ministerium für Industrie und Informationstechnik einen Zeitplan. Die Automobilhersteller sollten ihre Strategie darauf einstellen. Wann ein solches Verbot in Kraft treten wird, ist noch nicht klar. China ist der größte Automobilmarkt der Welt. Seit 2008 werden dort die meisten Autos gebaut. 2016 waren es 28 Millionen Autos – das ist etwa ein Drittel der im vergangenen Jahr gebauten Autos. China ist aber nicht nur bei Fahrzeugen mit Verbrennungsantrieb vorn: 2016 hat China die USA als größten Absatzmarkt für Elektroautos überholt. Dort sind rund eine halbe Million Elektroautos angemeldet. Hinzu kommen über 200 Millionen elektrische Zweiräder sowie über 300.000 Elektrobusse.

Wenn wir uns den restlichen Markt allerdings etwas genauer ansehen, erkennen wir zwangsläufig Strömungen – jedoch nicht zugunsten der fossilen Treibstoffe. So haben die deutschen Hersteller ungefähr (laut den Daten des Verbandes der Automobilindustrie- VDA) 76 % – oder 4,4 Millionen PKW 2017 exportiert. Insgesamt gehen ein Drittel dieser Exporte beispielsweise nach Ländern wie Großbritannien, Indien, Frankreich, Niederlande und Norwegen. Diese Nationen haben sich vorgenommen, innerhalb kurzer Zeitrahmen bis zu 50% der zugelassenen Fahrzeug rein elekrtisch betreiben zu wollen. Nun zählen wir beide Fakten an einer Hand ab: wo gibt also der Markt nicht die Rahmenbedingungen vor?

Der Druck auf die deutschen Hersteller ist enorm. Allein das Setzen auf weitere Dieselfahrzeuge, auf Verbrenner generell ist der Inbegriff wirtschftlicher Selbstzerstörung. Ein Großteil der deutschen Automobilindutsrie wird aus heutiger Sicht – gelinde geschrieben – wegbrechen. Und dies mit Vorankündigung und mit Anlauf. Wie ein Elfmeter bei einem Fußballweltmeisterschaftsfinale – erzwungen durch einen Ohrbiss.

Die Transformation zur Elektromobilität ist längst – und dies sage ich allen Skeptikern immer wieder – im Gange.Viele erkennen dies leider noch nicht. Auch die deutschen Hersteller haben das noch nicht begriffen. Allein die mir tagtäglich zugesandten Presseaussendungen belegen, dass sich zum Beispiel der Porsche – Volkswagen Konzern ausschliesslich damit rühmt, neue TSI Motoren, neue Designstudien, neue Umsatzzahlen zu promoten. Das funktioniert nicht mehr. Die Menschen möchten das nicht, auch wenn der neue Volskwagen Arteon heißt. Der Weltmarkt wird zukünftig vorgeben, was zu tun ist und wer das Sagen haben wird. Bis heute hat sich kein Verantwortlicher mit mir relevanten Themen gemeldet. Andere dafür umso mehr.

Fragestellungen nach Reichweiten, nach Ladezeiten etc. werden bald der Vergangenheit angehören. Diese werden gar gänzlich irrelevant.

Plug-In Hybride bauen auf der bestehenden Motorentechnik auf und senken deren Emissionen. Emissionsfrei sind beide jedoch nicht, ihnen kommt deshalb allenfalls eine Rolle als Transformatoren, als Brückentechnologie zu. Nicht für Jahrzehnte, sondern nur noch für einige Jahre. Verschleißfreie Motoren, überragende Lebenszyklen der Akkus, steigende Reichweiten und sinkende Kaufpreise werden gewinnen vor altbackener Energieträger. Der Ausbau der Ladestationen – Bestpractice dazu in Europa stellen die Niederländer und Norweger – zeigt die rasante und gute Entwicklung dazu. Dies zeigt auch die Argumentation gegen andere moderne Antriebskonzepte auf. Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe werden nimmer benötigt. Allein der Energieaufwand zur Herstellung dieser Antriebsformen benötigt ein Vielfaches an Energie als das reine Elektroauto selbst. Langfristig sind diese vielleicht im Lastkraftwagenbereich, in der Luftfahrt oder bei Schiffen sinnvoll und erstrebenswert. Dort spielt das Gewicht eine noch eine zu große Rolle – im PKW werden sie keinerlei Bedeutung mehr bekommen.

Die Stabilisierung des Stromnetzes in Zeiten der Energiewende wird ebenfalls nur mit rein batterieelektrischen Fahrzeugen funktionieren. Nur bei diesen Fahrzeugen kann man große Akkukapazitäten nutzen, um überschüssigen Strom für Spitzenlastzeiten zu speichern. Bei der Brennstoffzelle ist dafür die Effizienz viel zu gering, bei synthetischen Kraftstoffen geht es überhaupt nicht.

Der wesentliche Wertschöpfungsmittelpunkt eines Fahrzeuges ist und bleibt aber der Antriebsstrang.  Ein Verbot von Verbrennungsmotoren ist daher auch in Deutschland und Österreich unabdingbar.

Wenn Deutschland Exportweltmeister bleiben möchte, muss das Land auf Stromer setzen – es bleibt keine andere Wahl. Allein der Vorsprung der Opinionleader aus Asien und den USA ist heute bereits derartig riesig, dass ständige Neuankündigungen vom „Teslakiller“ schlichtweg als Hilferufe und Phrasen der Hoffnungslosigkeit bemerkbar geworden sind . Was nutzen uns diese Prototypen ab 2025, wenn wir bereits heute schon neue und weitaus Wege gehen können?

Der Wohlstand durch Verbrennungsmobilität hat uns die großen Probleme der Stickoxyde, des gesamten Klimawandel gebracht. Stadtbewohner werden nachgewiesen schneller mit Lungenkrankheiten konfrontiert und sterben früher. Leider sind Lungenerkrankungen nicht dokumentiert, weil die Menschen eh versterben. Die Öl Lobby ist der Politik wichtiger als die Menschen selbst.

Andere Nationen haben das schon lange erkannt und einen anderen Weg eingeschlagen – alle Karten der Automobilindustrie sind genau heute und jetzt neu gemischt. Kein deutscher Hersteller hat derzeit auch nur einen minimalen Wissensvorsprung bei Akkumulatoren oder bei Antriebstechniken generell. Die Asiaten und das Unternehmen Tesla sind den Europäern insgesamt um viele Quantensprünge technologisch voraus.

Schlussendlich wird sich das Elektroauto durchsetzen. Ohne Frage. Es stellt sich schon längst nicht mehr die Frage, ob das Elektroauto kommt, sondern wie rasant ziehen die Hersteller mit.

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