Kobalt und die „Unmengen in der Elektromobilität“

Der Anteil für E-Auto-Akkus macht aktuell lediglich rund 5-10% an der weltweiten Kobalt-Nachfrage aus (der lila Balken im Diagramm). Der Großteil wird für Keramik, Lacke, Legierungen, Werkzeuge, Akkus für andere Geräte und die Stahlproduktion benötigt. Auch für die Entschwefelung von Rohöl und Benzin wird Kobalt in den Katalysatoren eingesetzt. Sprich: Kobalt verhindert Sauren Regen.

Übrigens: Nur 13% des Kobalts stammen aus (zu einem geringen Teil illegalem) Kleinbergbau. Dort findet sich potentiell auch die zurecht angeprangerte Kinderarbeit. Nur wie man am Diagramm sieht, gibt es mehr als 90% der Kobaltgewinnung auch ohne E-Autos.

Bereits 10% der weltweiten Kobaltnachfrage wird durch Recycling gedeckt – also genau die Größenordnung, die aktuell für E-Autos benötigt wird 😉

Auch Tesla verwendet zum Beispiel schon seit 2011 recyceltes Kobalt in den eigenen Akkus. In Europa arbeitet Tesla mit dem belgischen Recycling-Konzern Umicore zusammen und kann so beim Akku-Recycling mindestens 70% gegenüber den ursprünglichen CO2-Emissionen bei der Weiterverarbeitung der recycelten Materialien einsparen. 
https://www.tesla.com/…/teslas-closed-loop-battery-recyclin…

Wer sich für mehr Kobaltinfos interessiert, wird bei der Deutschen Rohstoffagentur fündig, von der auch das Diagramm stammt: 

https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/DE/Aktuelles/rohstoff_kobalt.html?nn=5091226&fbclid=IwAR0wJ1drepHFE5K1uHxI-e9ds0pVZTizRd75f8O3HD3C40rWQfTJBVOi9UE

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