MYTHEN DER E- MOBILITÄT

Wofür benötigen wir Lithium?
Für den derzeitigen Einatz in Elektroautoakkus benötigt man ca. 2 % Lithium.

Lithium wird für diesen Einsatz mit ungenießbarem Salzwasser in den Wüsten Chiles und Bolivien ausgespült. Das Salzwasser dort verdunstet und kehrt als Regenwasser zurück. 21 Millionen Liter im Salar sind nur ein Dreißigstel der Menge Wasser, die im Lausitzer Braunkohlerevier täglich abgepumpt werden muss.

Für das Fördern von Erdöl und Erdgas in Chile wird neben Lithium ebenso viel Wasser benötigt. Lithium ist ein Additiv in Treib- als auch Heizstoffen und Gasen. Es wird zudem als Mineralöl- und schmierstoff, in der Medizintechnik, im Edelstahlreinigungsprozess, in der Lebensmittelindustrie sowie in der Kaliumgewinnung für Glas und Dünger benötigt.

Lithium ist ein Nebenprodukt dei der Gewinnung von Pottaschen. https://www.lilies-diary.com/atacama/https://www.expedia.de/San-Pedro-De-Atacama.dx500224

Wasserverbrauch Lithium Herstellung
Der Wasserverbrauch für die Lithiumherstellung liegt bei einem großen Elektroauto in der gleichen Größenordnung wie bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch oder einer einzigen Jeans – die 21 Millionen Liter im Salar sind nur ein Dreißigstel der Menge Wasser, welche im Lausitzer Braunkohlerevier täglich abgepumpt werden muss.

Schwierig, da lateinamerikanischen Staaten die Lithiumförderung vorzuwerfen.” Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Wofür benötigen wir überhaupt Kobalt?
Kobalt ist derzeit noch in modernen Autoakkus zu ca. 3% enthalten. Kobalt wird seit vielen Jahren für andere Produkte in der Industrie verwendet: so kommt Kobalt beispielsweise als Trocknungsmittel für Farben, im Stahl, in den Verbrennungsmotoren für Kurbelwellen und Nockenwellen sowie in den Lagern und Pleueln zum Einsatz.

In jedem gehärteten Stahl nutzen wir Kobalt, also auch in jedem Werkzeugkasten und Hobbyraum. Kobalt ist ein Nebenprodukt beim Kupferabbau. Allein in den Tonnen für Smartphones und anderen elektronsichen Geräten wird mehr abgebaut als für alle Elektrofahrzeuge zuammen.Zudem benötigen Raffinerien Kobalt zum Entschwefeln des Benzins.

Und für alle anderen Autofahrer gilt: Kobalt wird zur sogenannten Hydrosulfurierung des Treibstoffes genutzt! Ohne Kobalt fährt kein einziges Verbrennerfahrzeug! Darüber mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Hydrodesulfurierung.

In der kommenden Generation der Elektrofahrzeuge kommt Kobalt nimmer zum Einsatz. Ferner stammen selbst im Kongo mehr als 80 Prozent des Kobalts aus großen, chinesischen und Schweizer Minen, in denen Kinder überhaupt keinen Zutritt haben.

Der Rest des Marktes wird in der Tat von sogenannten „Selbstgräbern“ dominiert, also von Privatleuten, die in heute schon illegalen Stollen aktiv sind. Deren Aktivitäten, bei denen oft Kinderarbeit eine Rolle spielt, müsste mal dringend vom kongolesischen Staat überwacht werden, nur liegt der leider im Demokratieindex von 2018 auf Platz 165 (von 167) und dementsprechend wenig wird da für Menschenrechte getan. – Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Kurzlebigkeit der Akkus ist nur ein Schreckgespenst
Man mache sich inzwischen eher Gedanken, was man nach dem Leben des Autos mit der Batterie macht.

Große Hersteller wie Tesla beispielsweise garantieren, dass die Batterie auch 160.000 Kilometer läuft. Bereits heute fahren Autos problemlos mit einem einzigen Akku bis zu 500.000 Kilometer.

Der Trend wird eher dahin gehen, dass man ein Auto hat, in dem die Batterie ein Autoleben lang hält, und danach wird sie noch viele Jahre für andere Zwecke verwendet, bis sie dann endgültig kaputt ist und recyclet werden kann – Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Mit Diesel oder Benzin klimaneutral fahren?
Die Fragestellung, ob Elektroautos nun eine bessere Klimabilanz als Autos mit Verbrennungsmotoren haben, findet Volker Quaschning relativ sinnlos.

Mit dem Benzin- oder Dieselmotor sei das Ziel, in den kommenden 15 bis 20 Jahren klimaneutral zu wirtschaften, schlicht nicht zu schaffen. Da wird man vielleicht fünf oder zehn Prozent Sprit einsparen können. Dann hat man immer noch 90 Prozent des Verbrauchs. Da kommt man nicht in den Bereich der Klimaneutralität – Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Batterien und Autos lassen sich mit Leichtigkeit klimaneutral herstellen
Tesla stelle einfach Solarstromanlangen und Windräder neben Fabriken – Das geht mit dem anderen Antrieb nicht – Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
Seltene Erden?
Vorab: Seltene Erden sind nicht selten! Seltene Erden nennen sich Seltene Erden, weil diese zu Anbeginn der Erforschung in seltenen Erden (Achtung: Großschreibung vs Kleinschreibung!!) erschlossen wurden.

Seltene Erden sind viel häufiger in der Natur vorhanden als z.B. Blei, Kupfer, Molybdän und Arsen. Diese Metalle werden seit Jahrzehnten verbraucht für die Autobilindustrie und niemand regte sich bis dato darüber auf. Ein wirklich seltenes Element (selten mit kleinem s!) ist Thulium. Dieses allerdings kommt häufiger vor als Gold oder Platin. Zusammengefasst gilt: Lithium und Kobalt sind KEINE Seltenen Erden (mit großem S!)! Beide Elemente sind in Unmengen vorhanden und leicht erschließbar.

Die derzeit bekannten Rohstoffe reichen nach derzeitiger Berechnung für weitere 200 Jahre Förderung- und hier ist die rasch voranschreitende Recyclingquote noch nicht einmal mit einberechnet.

Killerargument Kinderarbeit?
90% des Kobaltabbaus geschieht durch große Bergbauunternehmen. Dort werden keine Kinder als Zwangsarbeiter eingesetzt! Kein Automobilhersteller der Welt könnte sich diese negative PR leisten.

In vielen Köpfen geistern daher unreflektiertes Halbwissen herum. Wer aber nicht hinterfragt, wird nicht schlauer. Das ist wie bei der Sendung mit der Maus. Natürlich muss Kinderarbeit komplett und weltweit nicht nur verringert, sondern gar abgeschafft werden.

Wer aber lässt Kinderarbeit zu? Wir alle! Weil wir Dinge des alltäglichen LEbens kaufen, die nicht notwendig sind. Viele Eltern treiben somit deren Kinder zur Kinderarbeit an, um wenigsten etwas an Geld und in weiterer Folge an Essen für die Familie zu haben.

Das hat aber wenig mit den Elektrofahrzeugen zu tun! Dies gilt in ALLEN Bereichen! Wer also das Argument der Kinderarbeit in den Mund im Zusammenhang mit Elektromobilität nimmt, sollte sich vorab fragen: sind meine Klamotten aus einem Billigramschladen einer dänischen Kette wirklich nachhaltig und eben nicht aus Bangladesh? Sind meine I-Phones wirklich nachhaltig produziert? Sind meine neuen Sneakers nachhaltig? Ist mein Gold-, Silber-, oder Diamantenschmuck wirklich ohne Kinderarbeit produziert worden?

Reicht die Energie, wenn alle gleichzeitig elektrisch fahren?
Es gibt Studien sowie übereinstimmende Expertisen von Keynotespeakern aus der Energiebranche mit folgenden Kennzahlen: Jährlich werden derzeit ca. 5,455 Milliarden Liter Rohöl gefördert.

Mal ganz abgesehen von den militärischen Auseinandersetzungen (siehe dazu Trump vs Iran) kommen ökologisch und ökonomisch wahnwitzige Förderungsmethoden zum Einsatz: Fracking sowie Tiefenbohrung. Schweres Gerät muss mit hohem Aufwand, hohen Sicherheitsstandards und hohem Energieeinsatz herangeschafft und installiert werden. Erdgasfackeln brennen tagaus, tagein auf den Plattformen und Raffinerien.

Ein Nichtabfackeln würde hohe sicherheitsrelevante Probleme mit sich bringen. Letztendlich ist das daher wirtschaftlich nicht relevant. Ganz abgesehen von den energiefressenden Pumpen, Beleuchtungen, Sicherheitsapparaten, Pipelines etc.

Dieses Öl muss anschließend mit Tankschiffen oder Pipelines tausende von Kilometern transportiert werden. Dafür benötigen die Schiffe zum Transport von der arabischen Halbinsel nach Rotterdam (größter Erdölhafen in Europa) ca. 32 Tage. 32 Tage wird Erdöl mit Schweröl ohne den Einsatz von Katalysatoren transportiert. Via Wasserweg, wo jederzeit Tankerunglücke geschehen können und geschehen sind.

Raffinerien benötigen heute 50% aller Energiekosten am Kreislauf des Eröls. es wird pausenlos Strom benötigt zum Erhalt des Kreislaufes: Tanklaster, Tankstellen, Zapfanlagen, Lager, etc.

Diese Punkte sind immer in einer sachlich geführten Diskussion zwischen Dieselfans und Elektromobilisten mitanzuführen. Leider wird diese Seite aufgrund gefährlichen Halbwissens gerne ausgeblendet. Und was nicht vergessen werden darf: wir alle bleiben als Endnutzer ökonomisch als Spielball der politsichen Interessen immer auf der Strecke.

Wasserstoffautos als Alternative?

Auch hier ist der Wirkungsgrad noch schlechter als bei Verbrennern und die Technik nicht ausgereift. Seit 50 Jahren forschen Autohersteller an diesem Thema.

Ein H2 Auto ist übrigens auch ein Elektroauto. Mit mehr Komponenten, also ökologisch sowie ökonomisch einer Irrsinn. Allein die zur Herstellung von einem Kg H2 benötigt so viel elektrische Energie, mit welcher ein modernes Elektroauto heute bereits bis zu 250 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Derzeit ist der Ausgangsstoff Erdgas.

Daher hat auch die Öllobby ein großes wirtschaftliches Interesse an der Verbreitung des Wasserstoffantriebes. Zudem kommen die enormen Sicherheitskosten sowie Tankkosten hinzu. Wer möchte gerne in einem Auto auf einem wartungsintensiven Drucktank mit ca. 750 bar sitzen?

Mit einem Elektroauto sind heute bereits 500.000 Kilometer Laufleistung möglich – in wenigen Jahren sind 1 Million Laufleistung als Standard angekündigt.

Phantomschmerz Reichweitenangst
Text wird gerade überarbeitet – bitte um etwas Geduld
Die scheinheilige Welt der Verbrenner
Deutschlands Verkehrssektor emittiert übrigens immer mehr CO2-Emissionen, auch weil wir immer mehr und größere Autos mit Verbrennungsmotoren fahren.

Der Erfolg von Verbrennungsmotoren wäre ohne massive Ausbeutung nicht möglich. Gigantische Mengen an Rohöl fordern das Vertreiben von indigenen Völkern. Erdölkonzerne konnten in Nigeria, Venezuela, Angola und dem Kongo jahrzehntelang alles machen und keinen hat es interessiert.

Damit wir einmal konkrete Zahlen nehmen: Zwischen 1976 und 1996 sind 2 Millionen Barrel Öl ins Regenwaldsystem des Nigerdeltas entwichen. Das Nigerdelta war vorher eines der Gebiete mit der höchsten Artenvielfalt. Mittlerweile sind dort Tausende Menschen krank und haben kein Trinkwasser.

Verbrennungsmotoren brauchen seltene Metalle wie Platin, Cer und Palladium.Diese Metalle sind im Kongo, Simbabwe und Südafrika unter schlimmen Arbeitsbedingungen zu förderbar. Dort wurden in den 70er bis weit in die 80er Jahre Menschen bei Arbeitsaufständen schlichtweg erschossen.

Bleibatterien werden in Nigeria ohne Schutzausrüstung zersägt, ganze Dörfer leiden unter dem Bleiausfluss vor Ort. Allein in den Jahren 2005 – 2017 wurden 1,5 Millionen Tonnen Kobalt gefördert. Wen hat das damals interessiert? Seit Kurzem nutzen E Autos davon 5% mickrige Prozent! In Lettern: fünf! Diese allerdings sind auch schon zu viel, ohne Frage. Die restlichen 95% wurden zu Magneten, gehärtetet Metallen sowie zum Entschwefeln von Dieselkraftstoffen genutzt. Wo waren da die Menschenrechtler? Wo sind sie heute bei diesem Thema?

Diesen Menschen kann man nur helfen, indem die Lebensbedingungen in den jeweiligen Ländern verbessert werden, denn jeder auf dem Weltmarkt begehrte Rohstoff wird zu ähnlichen Problemen führen

Derzeitiger Status
Elektroautos sind keine Allheilsbringer für die Klimakrise, schneiden aber um Längen besser ab als Autos mit Verbrennungsmotoren. Wasserstoff ist für Privatautos aufgrund der hohen Kosten in absehbarer Zeit (eher nie) kein geeigneter Treibstoff. Bei der Ladeinfrastruktur wird es noch viele Verbesserungen geben müssen, und auch geben. Mit dem Ausbau der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen wird sich die Ökobilanz der E-Autos immer weiter verbessern. Für die Herstellung von Akkus braucht es viele Ressourcen. Durch die Wiederverwertbarkeit verbessert sich die Ökobilanz aber beträchtlich. Vergleichsdaten mit dem Ressourcenverbrauch von Verbrennungsmotoren (Ölbohranlagen, Transporte, Raffinierung etc, etc.) gibt es keine, da diese von der Industrie nicht zugänglich gemacht werden. Hier sind wir alle zumeist auf Schätzungen glaubwürdiger Experten angewiesen. Sobald die Ladeinfrastruktur generell gestärkt und optimiert wird wird ein Komplettumstieg auf Elektroautos keinerlei Hürden merh darstellen
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Funny Diskussionen des Tages (wirkliche Erlebnisse von Elektromobilisten!)

1: “Stellen Sie sich vor wenn die E-Autos alle gleichzeitig laden wollen!”

Ich: “Stellen Sie sich vor, alle Verbrenner wollen gleichzeitig tanken!”

Er: “Aber es gibt mehr Benzintankstellen!”

Ich: “Wie viel denn? Ich kenne die Zahl 14.188. Wenn Sie also die 64 Millionen Verbrenner Autos gleichzeitig tanken wollen, dann stehen sie mit ungefähr 4.500 Anderen die tanken wollen in der Schlange…”


2: Neulich an der Waschbox! Verbrenner Fahrer: „Dürfen Sie mit ihrem Elektroauto überhaupt durch eine Waschstraße oder an eine Waschbox fahren!“.”