Praxistest mit der Hybridversion vom Honda CR-V

Praxistest mit der Hybridversion vom Honda CR-V

7. November 2019 0 Von emotiondotlive

Honda geht ab dem Jahr 2019 sehr innovative Wege.

Artikel enthält zwei Seiten

Überraschend ist vorab, dass der von uns getestete Honda CR-V wirklich ein klassischer Hybrid ohne Auflademöglichkeit ist. Dies ist technisch deutlich interessanter als die Antriebe der derzeit allgegenwärtigen Plug-in-Hybride.

Es kombiniert einen 2,0-Liter-Benziner (der im Atkinson-Zyklus läuft) mit Lithium-Ionen-Akkus sowie zwei Elektromotoren. Einer agiert als reiner Fahrmotor, der andere als reiner Generator.

Statt eines herkömmliches Getriebes (oder eines Planetengetriebes wie beispielsweise bei den Hybriden der Marke Toyota) hat der Wagen eine feste Übersetzung.

Das Hybridsystem bietet in Summe eine Gesamtleistung von 184 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 315 Newtonmeter.

Das Übersetzungs- System trägt den Namen i-MMD (intelligent Multi-Mode Drive). Hier werden automatisch jeweils der Elektroantrieb, der Antrieb durch den Verbrenner oder der dem Hybridantrieb inisziiert.

So wird das Fahrzeug im sogenannten EV-Modus rein elektrisch via elektrischem Fahrmotor angetrieben. Um den reinen Motorantrieb zu ermöglichen, wird dann eine Kupplung geschlossen und eine direkte Verbindung zwischen dem Verbrenner sowie den Rädern hergestellt.

Im Hybridmodus erzeugt der Benziner den notwendigen Strom für den EV- Modus.

EIn Highlight in dieser Kategorie war, dass wir bis dato keinen einzigen Hybriden mit solch erstaunlich leisem Antrieb fuhren. Manchmal mussten wir uns die Frage stellen, inwieweit im Moment nun der Verbrennungsmotor oder der reine EV Antrieb für den Vortrieb verantwortlich zeichnete.

Mittels einer hochmodernen Steuerungssoftware des i-MMD-Systems wird automatisiert entschieden, welche Modi zu welcher Zeiteingesetzt werden. Damit gewährleister der HONDA CR-V ein Maximum an Effizienz.

Wir haben mehrfach auf unseren Ausfahrten den realen Benzinverbrauch messen können. Drei Mal haben wir daher nach exakt 100 Kilometern nachgetankt und die Ergebnis miteinander vergleichen. Diese können sich aufgrund der Masse von ca. 1,7 Tonnen Leergewicht wirklich sehen lassen. Im Mittel wurden unter Einbezug von ca. 30 % Landstraße, 30 % Autobahn sowie 40 % Stadtfahrt rund 4,90 Liter/100 km verbraucht. Bei genauerer Betrachtung ergeben diese Werte für einen 184 PS starken und 1,7 Tonnen schweren SUV relativ gute Kennzahlen.

Hondas Marketing-Manager in Deutschland , Gerald Heinecke sagte einst zum Thema Hybrid: “Wir haben uns den Markt angeguckt, und da sieht man, dass Plug-in-Hybride nicht so gefragt sind, auch wegen des Preises.”

Mit anderen Worten: Ein Plug-in-Hybrid braucht eine größere Batterie, die anderen Komponenten sind etwa gleich, also ist der Plug-in insgesamt für den Endverbraucher noch teurer. Wir bestätigen diese Aussage und können

Der Vortrieb beim Hpnda CR-V Hybrid ist deutlich besser als beim reinen Benziner. Dies wird dem höheren Drehmoment im direkten Vergleich zum 173 PS starken reinen Benziner geschuldet. Drehmoment ist heute noch weit vor dem Hubraum das Maß aller Kennzahlen.

So effizient der Antrieb ist und so gut das Zusammenspiel funktioniert, brauchten auch wir einige Minuten, um uns an das Fahrzeug zu gewöhnen.

Beim Start und mit gefülltem Akku rollt der CR-V als Elektrowagen samtgleich an. Geht der Energievorrat zur Neige, springt der Vierzylinder-Benziner dem E-Antrieb sofort zur Seite. Dabei lädt er jedoch nur den Akku auf, greift erst bei höherer Geschwindigkeit mit festem Übersetzungsverhältnis ins Antriebsgeschehen ein. Wer es nicht besser weiss, würde beim Fahren mit dem CR-V nichts davon bemerken. Dies ist eines der Topcharmeoffensiven des Fahrzeuges.

Es fehlt das typische Anschwellen des Motorsounds beim Beschleunigen und der Wagen wirkt deshalb langsamer, als er tatsächlich ist. Das erkannten auch die Ingenieure und programmierten deshalb eine “Active Sound Control”, die den Klang modulieren und anpassen soll, die Sinne aber kaum täuschen kann.

Der Honda CR-V ist insgesamt – wie vorab bereits erwähnt – ein sehr leises und daher wirklich angenehmes Auto zum Reisen. Manchmal fällt lediglich ein hintergründiger Elektrosound auf.

In Details fühlt sich der neue HONDA CR -V Hybrid viel mehr nach reinem Elektrofahrzeug an als jedes andere bis dato einem Praxistest unterzogenen SUV. Weder Ganghebel noch andere lästige Armaturen trüben die Leichtigkeit des Fahrens.

Statt eines Automatikhebels hat der CR-V Hybrid ein Tastensystem. Dieses ist leicht verständlich und intuitiv erlernbar.

Schaltwippen am Lenkrad dienen dazu, die Stärke der Rekuperation in vier Stufen für den Fahrer zu optimieren.

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