ZERO Emission in Ernstbrunn

ZERO Emission in Ernstbrunn

17. Oktober 2019 0 Von emotiondotlive

14 Katastralgemeinden der Marktgemeinde Ernstbrunn standen einmal vor ganz besonderen Herausforderungen. Mit dem Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und zu fordern, hat sich der Bürgermeister von Ernstbrunn, Herr Horst Gangl bereits 2011 dem Thema Elektromobilität angenommen und sich selbst zur Chefsache ausgekoren.

Wie sollen beispielsweise ältere oder gebrechliche Menschen – ohne eine reelle Chance auf öffentliche Verkehrsmittel und ohne die finanziellen Mittel zur eigens organisierten Taxifahrt unternehmen, um von A nach B zu gelangen?

Die Lösung war schnell gefunden und simple in der Ausführung:

Mit gemeinsamer Unterstützung durch die Gemeinde und zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern aus der Bevölkerung, den örtlichen Gewerbebetrieben und einigen zusäzlichen Sponsoren wurde zur Steigerung der Mobilität für die Bürger und Bürgerinnen mit Gemeinderatsbeschluss vom 21. September 2011ein Mobilitätsverein “Ernsti- Mobil” gegründet.

Drei Jahre später, exakt am 02. Dez. 2014 erfolgte die offizielle Übergabe eines neuen Elektrofahrzeuges der Marke Renault – Typ Kangoo.

Daher fährt seit Ende 2014 ein Gemeinschaftsbus mit dem merkenswerten Namen „Ernsti – Mobil“ in en Katastralgemeinden von Ernstbrunn herum.

Dem Ziel der Steigerung der örtlichen Mikromobilität für die Bürgerinnen und Bürger ist somit konkret Rechnung getragen worden. Weiters wurde zusätzlich ein wesentlicher Beitrag für eine saubere Umwelt geschaffen. In Summe ein Imagesteigerung für die gesamte Gemeinde.

Am 26. April 2017 erfolgte als Höhepunkt gar die Einladung zur feierlichen Zeremonie “Energy Globe Award” 2017. Das Mikromobilitätsprojekt “Ernsti-Mobil” wurde dort als eines der innovativsten Ideen in der Kategorie „Luft“ nominiert und anderen Gemeinden als Model aufgezeigt.

Mobilität und Versorgungssicherheit werden so mit dem Zutun von Ernstbrunn seit vielen Jahren in einer doch eher ländlichen Region auf umweltfreundliche Art und Weise erhöht, während Verkehrsaufkommen und Emissionen reduziert werden.

Mittlerweile gibt es in Ernstbrunn 52 freiwillige und aktive FahrerInnen, welche im Bürgerbus „Ernsti-Mobil“ viele Senioren und kranke Bürger nach Bedarf von A nach B transportieren. Unter den freiwilligen Fahrern befinden sich alle Altersstufen – von 20 bis Jahre.

Da sind junge Leute genauso dabei wie auch 70ig-Jährige“

Gangl, Bürgermeister von Ernstbrunn

„Ernsti“ ist seit 2015 rein elektrisch unterwegs. Mittlerweile werden järhlich mehr als rund 25.000 Kilometer zurückgelegt.Der dafür eigens gegründete Verein verkauft mittlerweile weit über 3500 Tickets pro Jahr.

Neben dem Mobilitätsprojekt stellt die Gemeinde zudem das Fahrzeug allen Bürgern und Bürgerinnen leihweise zur Verfügung.

E-Carsharing hat bei entsprechenden Einwohnerzahlen durchaus das Potenzial, ein richtig gutes Geschäftsmodell zu werden. Bei uns sind die Mobilitätsservices eher ein Nullsummenspiel

so Gangl

Ausgesprochen empfehlenswert ist laut Gangl auch die Anwendung im kommunalen Bereich:

Für Gemeinden sind elektrifizierte Nutzfahrzeuge ideal, da ich einen maximalen Nutzungsgrad von 8 bis 10 Stunden täglich habe und E-Fahrzeuge im laufenden Betrieb äußerst servicefreundlich und kostengünstig sind. Das Aufladen erfolgt ganz einfach während der Stehzeiten. Die Reichweite ist generell kein Thema bei uns. Ich verstehe nicht, dass andere Gemeinden noch zögern. Wer bisher kein E-Auto hat, sollte jedenfalls bei entsprechenden Förderungen zugreifen.

Im September 2019 fährt mittlerweile der zweite Bürgerbus – natürlich mit aktueller Technik – als Gemeinschaftsbus in der Gemeinde Ernstbrunn herum.

Ernstbrunn ist eine Marktgemeinde mit aktuell 3227 EinwohnerInnen im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich. Im Umkreis von Ernstbrunn gibt es drei Schnellladestationen.

Voraussetzung zur sehr preiswerten Nutzung des Projektes ist eine Mitgliedschaft im Verein. Folgenden Nutzen haben die Mitglieder dann:

  • mögliche Ersparnis eines eigenen Kraftfahrzeuges
  • flexible Gestaltung ohne Autobesitz
  • Planung von Besorgungen und Arztbesuchen
  • hohe Lebensqualität
  • Stärkung der heimischen Wirtschaft
  • Imageaufwertung der Gemeinde in der Region als Vorreiter
  • Wertschöpfung im eigenen Gemeindeumfeld
  • Reduktion der örtlichen CO2 Belastungen

Nähere Infos unter:  http://www.ernstbrunn.gv.at/

Fotocredits Gemeinde Ernstbrunn

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